Wie du durch den Verzicht auf histaminreiche Lebensmittel mehr Lebensfreude gewinnst (Gastbeitrag)

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Eine Schwangerschaft ist wundervoll, bedeutet aber auch Stress für den Körper

Körperlicher Stress zum Beispiel in hormonellen Umbruchphasen wie Schwangerschaft, Stillzeit, Wechseljahre oder langanhaltender, mentaler Stress wie den falschen Job oder eine kräftezehrende Beziehung können den Körper krank machen. Dies kann sich in Erschöpfung und Müdigkeit oder in erhöhtem Blutdruck und dem Gefühl, überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommen zu können, zeigen. Verdauungsbeschwerden, Unverträglichkeiten, Migräne, Schwindel, Hautausschläge können körperliche Auswirkungen dieses Stresses sein. Dafür ist vor allem das Gewebshormon Histamin verantwortlich. Dieses Hormon wird ausgeschüttet, um den Körper bei einer Immunreaktion zu unterstützen. Bei Stress wird dieses Hormon jedoch ebenfalls und im Übermaß ausgeschüttet und der Körper kommt mit dem Abbau gar nicht mehr hinterher.

Histamin in der Nahrung zu reduzieren führt zu mehr Entspannung im Körper

Besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ist ein Zuviel an Histamin für Mutter und Kind sehr gefährlich, später schützt die Plazenta und eine erhöhte Enzymproduktion das ungeborene Kind und die Mutter vor zu viel Histamin. Leider erlebt etwa jede 10. Frau, dass auf Grund der Schwangerschaft ihre Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Lebensmitteln zugenommen wird. Plötzlich werden eigentlich bekömmliche Lebensmittel nicht mehr vertragen oder es kommt immer häufiger zu Verdauungsbeschwerden. Wahrscheinlich ist ein Grund dafür eben dieses Histamin. Durch eine zeitweise histaminarme Ernährung (im günstigsten Fall von 3 Monaten) kann der Histaminspiegel im Körper gesenkt werden und der gesamte Organismus entspannt sich wieder.

Was aber ist Histamin und wie kann man zu viel davon haben?

Histamin ist ein Botenstoff, dem im Körper wichtige Aufgaben zukommen. So ist Histamin an der Immunreaktion beteiligt und befähigt die weißen Blutkörperchen, schnellstmöglich an den Ort des Geschehens zu gelangen, in dem es die Blutgefäße erweitert und das Blut schneller fließen lässt. Eine lebenswichtige Aufgabe. Allerdings ist es denkbar ungünstig, wenn der Körper auf jede kleinste Erschütterung mit einer kompletten Immunabwehr reagiert. Dies ist aber was passiert, wenn man eine Histaminintoleranz hat. Auf Grund verschiedener Ursachen kann es sein, dass sich im Körper zu viel freigesetztes Histamin befinden, welches normalerweise in den Mastzellen gespeichert ist und nur freigesetzt wird, wenn es benötigt wird. Doch dauerhafter Stress zum Beispiel kann die Mastzellen dazu bringen, Histamin freizusetzen, selbst, wenn es gar nicht benötigt wird. Und schon befindet sich der gesamte Körper in dauerhafter Alarmbereitschaft und bekämpft sich in diesem Fall selbst.

Wie kommt das Histamin aus dem Körper wieder heraus?

Normalerweise sind zwei Enzyme für den Abbau von Histamin zuständig. Diese können jedoch durch einen angeborenen Enzymmangel zu wenig vorhanden sein oder schlichtweg mit der Menge an Histamin überfordert sein. Dauerhafter Stress sowie Zeiten des hormonellen Umbruchs, welche ebenfalls mit großem körperlichen Stress verbunden sind, können zu einem solchen Histaminüberschuss führen und den Körper in einen Kreislauf des Stress treiben. Er reagiert dann mit Symptomen, die an mancher Stelle mit einer Seekrankheit vergleichbar sind: Schwank-Schwindel, Drehschwindel, rote Flecken an Hals und Dekolete, Hautauschläge an Armen und Beinen, Übelkeit, Erbrechen, Unwohlsein, erhöhter Puls, Bluthochdruck, Herzrasen, Panik Attacken, Atembeschwerden.

Histamin von außen und welche Lebensmittel den Spiegel erhöhen

Histamin ist in einigen Lebensmitteln vorhanden. Werden diese gegessen, wenn der Körper sowieso schon mit einem Übermaß an Histamin zu kämpfen hat, dann läuft das sogenannte Histaminfass über und die oben genannten Symptome können schlagartig auftauchen. Viele Betroffene reagieren sehr sensibel auf bestimmte Lebensmittel und spüren eine deutliche Verbesserung, wenn sie ihre Ernährung komplett auf histaminarm umstellen. Diese sogenannte Histaminintoleranz kann sehr häufig vorrübergehend sein. Wichtig ist, eine sehr strenge histaminarme Diät einzuhalten – im besten Fall für den Zeitraum von drei Monaten, damit der Körper sich regenerieren kann.

Diese Lebensmittel sollten bei einer zeitweisen Histaminintoleranz vermieden werden:

  • Käse, je reifer, je schlechter

  • Rotwein, Weißwein, Alkohol generell

  • Kaffee und alles Aufputschende

  • Alles, das haltbar gemacht wird (Sauerkraut) oder schnell verderblich ist (Avocados)

  • Tomaten, Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Schokolade, Meeresfrüchte

  • Vorsicht bei Fisch: Nur tiefgefroren kaufen und aufgetaut direkt verbrauchen

Was hat Stress damit zu tun?

Stress, ob körperlich oder mental, ist eine enorme Anstrengung für den Körper. Das Hormonsystem kommt nicht zur Ruhe, Adrenalin und Cholesterol (die Stresshormone) sind dauerhaft erhöht und Histamin wird in großer Menge in die Blutbahn entlassen, wo es zu einem erhöhten Puls und noch mehr körperlichem Stress führt. Ein Kreislauf. Gleichzeitig können schlechte Essensgewohnheiten und auch hormoneller Stress zu einer falschen Besiedelung des Mikrobioms im Darm führen und zu einer Dysbalance von guten zu schlechten Darmbakterien führen. Der Körper befindet sich in einem Ausnahmezustand.

Was ist Stress eigentlich?

Manchmal gibt es diese Momente im Leben, da ist es einfach ein wenig stressig, wir haben viel zu tun, hetzen von Termin zu Termin, versuchen alle Kinder glücklich zu machen, uns um alles zu kümmern und essen zwischendurch, schnell etwas auf die Hand. Die Tage haben zu wenig Stunden, die Termine zu viel Priorität und die Abgabe rückt immer näher. Das ist eine Zeit, die, wenn sie nur vorrübergehend ist, zwar an unseren Nerven zehrt, aber ansonsten relativ unbeschadet an uns vorbei geht. Dauerhafter Stress kann aber auch krank machen, uns innerlich zerfressen und unseren Adrenalin Spiegel dauerhaft erhöht halten. Dieser Kreislauf macht deutlich, dass Histaminintoleranz nichts sein muss, dass angeboren ist (kann aber), sondern jederzeit und bei jedem Menschen auftreten kann. Besonders jene, die bereits unter einer oder mehreren Unverträglichkeiten leiden, können schnell durch eine stressige Episode in ihrem Leben in ein Histamin-Ungleichgewicht fallen.

Wie du deinem Histaminspiegel helfen kannst

So wie Histamin durch Stress erhöht wird, genauso kann es auch durch Entspannung gesenkt werden. Meditation, regelmäßiges Yoga oder Qi Gong senken nachweislich den Histaminspiegel im Körper. Gesunde, natürliche und ausgewogene Ernährung unterstützen den Darm und die guten Darmbakterien und helfen dem Körper mit dem Histaminüberschuss umzugehen. Es gibt viele gesunde und natürliche Histaminsenker, die kontinuierlich helfen können, den Körper zu entspannen.

Gleichzeitig ist es sehr wichtig, dass du dich mit deinen Lebensthemen auseinandersetzt. Bist du glücklich mit deinem Leben? Ist deine Beziehung ausgeglichen? Lassen dich deine Finanzen nachts schlafen? Gehst du freudig zur Arbeit? Bist du mit deiner Kindheit und deinem bisherigen Leben im Reinen?

Solltest du bei einer dieser Fragen gezögert haben, dann wäre es hilfreich, in Anbetracht deiner Gesundheit, dich damit ein wenig auseinanderzusetzen und entweder zu ändern oder wohlwollend anzunehmen, was (gewesen) ist.

Wenn du noch weitere Fragen zu Histamin und einer histaminarmen Ernährung hast oder dich intensiv mit Themen beschäftigen möchtest, die dir Stress bereiten, dann zögere bitte nicht, dich bei mir zu melden unter nora@leben-mit-ohne.de

 

Autoreninfo:

Nora Hodeige ist Trainerin für Persönlichkeitsentwicklung und ganzheitliche Gesundheit. Nach dem sie monatelang von Arzt zu Arzt lief und alle ihr beschieden, dass sie wunderbar gesund sei, bekam sie von einer Heilpraktikerin die Diagnose Histaminintoleranz. Sie wechselte ihre Ernährung zu einer histaminfreien Ernährung, die außerdem ihren Darm und ihren Stoffwechsel unterstützen sollte und sofort trat eine Besserung ein, nach wenigen Monaten waren die Beschwerden vollkommen verschwunden. Heute ist Nora Hodeige als Bloggerin, Coach und Autorin tätig und unterstützt andere Betroffene im Umgang mit dieser Histamin Unverträglichkeit. Ihren Blog mit zahlreichen Informationen über Histaminintoleranz und eine histaminfreie Ernährung findest du unter www.leben-mit-ohne.de/blog. Gerade ist ihr neuer Email Kurs online gegangen, indem du in 21 Tagen deinen Stoffwechsel stärken, deinen Darm entspannen und dein Histaminlevel nachhaltig senken kannst, mehr Informationen findest du hier: www.leben-mit-ohne.de/love-your-metabolism/